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Kocht! eine Massnahme, viele Wirkungen

Eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Steuergelder sind eine end­li­che Res­sour­ce. Umso wich­ti­ger ist es, sie dort ein­zu­set­zen, wo sie mit dem ge­rings­ten Auf­wand die grösste und beste Wir­kung für das Ge­mein­wohl brin­gen. Es ist am bes­ten, wenn eine Mass­nahme nicht nur eine Wir­kung zeigt, son­dern in viele Le­bens­be­rei­che aus­strahlt und diese po­si­tiv be­ein­flusst, so­wohl kurz­fris­tig wie lang­fris­tig.

Kochen in der Schule
Eine solche Massnahme wäre das regelmässige Kochen.

Stellen wir uns vor – relativ bescheiden – jedes Kind und alle Jugendlichen würden während der neun Jahren ihrer obligatorischen Schulzeit einmal pro Woche dabei mitwirken, eine Mahlzeit zu kochen. In neun Schuljahren, und 40 Schulwochen pro Schuljahr, gibt das 360 Mahlzeiten pro Kind, also eine genügend grosse Menge an Übung, um im Kochen einigermassen kompetent zu werden.

Der Wirkungen wären viele:

– die Gewohnheit, selbst zu kochen – wirkt für ein Leben lang nach

– praktische Kenntnis von einer Fülle an Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten

– wenn die Schule einen Garten hat: Kenntnis vom Anbauen, Pflegen, Ernten von Nahrungsmitteln…

-​ Schneiden, Rühren, Wenden und so weiter übt die Feinmotorik

– Rezepte auf eine grössere Gruppe umrechnen – hurra wir können Dreisatz!

– mit einem gegebenen Budget eine Mahlzeit planen: neben richtigem Rechnen wird Sparsamkeit und haushälterisches Denken geübt

– Was man kocht, wird von anderen gegessen und muss pünktlich, in ausreichender Menge produziert werden: es ist eine verantwortungsvolle Arbeit

– Rezepte korrekt verstehen und umsetzen: übt Konzentration und Genauigkeit

– Präsentation von Tellern, Wahl von Farben: Schult die Sinne und eine differenzierte Wahrnehmung

– es wird gelernt, was frische Küche bedeutet – im Kontrast zu guter Qualität wirkt Fast Food weniger anziehend

– und natürlich ist es für Leute, die kochen können, auch kein Problem, Fast-Food-Klassiker wie Pizza und Hamburger in besserer Ausführung nachzubauen.

– Abwechslungsreiches, vielfältiges Essen ist gut für die Gesundheit – die Krankenkassen werden es danken. und die zukünftigen Prämienzahler sowieso!

– Gemeinsam in der Küche arbeiten – erfordert Teamarbeit, miteinander reden, sinnvolle Organisation die eingehalten wird, Disziplin

– … und vieles mehr.