Danke an die Integrale Politik

Heute war ich Barbara bei der Regionalgruppe Nordwestschweiz der Integralen Politik eingeladen. Das Thema des Abends war „Nationalratswahlen“, es wurde über Smartvote, Wahlstrategien und Listenverbindungen debattiert. Im zweiten Teil des Abends durfte ich mach-politik.ch vorstellen und erhielt darauf ein sehr positives Feedback von den Beteiligten. Es wurde von einem „frischen Wind“ und „Unbeschwertheit“ gesprochen
„smile“-Emoticon

Die Integrale Politik macht Politik „aus der Intelligenz des Herzens“, wie ihr eigener Slogan sagt, und engagiert sich für so wichtige Anliegen wie Gemeinwohlökonomie, die Vollgeldinitiative, das bedingungslose Grundeinkommen, Stadtplanungsprojekte wie „gernhattan“ und vieles mehr!

Es steht eine mögliche Zusammenarbeit zur Diskussion, und wir werden bestimmt in Kontakt bleiben. Herzlichen Dank für den sehr netten Empfang bei der Integralen Politik!

http://www.integrale-politik.ch/regionen/#nordwestschweiz

die lebensnotwendige Schönheit der Architektur

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Das Mit­tel­al­ter war eine har­te, schwie­rige Zeit: Kälte, Hun­ger, Ar­mut, Fol­ter, Seu­chen, Raubüberfällen, Leib­ei­gen­schaft…​​ ich bin froh, in der kom­for­ta­blen Mo­derne zu le­ben, mit Men­schen­rech­ten, Bil­dung, Des­in­fek­ti­ons­mit​​­teln, Kühlschränken und flies­send heis­sem Was­ser!

Allerdings,​ es gibt mindestens eine Sache, die unsere Vorfahren im Mittelalter deutlich besser hinkriegten als wir heutigen: die lebensnotwendige Schönheit der Architektur.

Wenn Häuser das Herz berühren…
Irgendwie schafften es die Leute im Mittelalter, mit all den Problemen, die sie hatten, Häuser zu bauen, deren Schönheit uns heute noch das Herz zu Tränen rührt. Und nein, das betrifft nicht nur die Paläste: ganz normale Wohnhäuser von ganz normalen Leuten haben das gewisse Etwas, das Walt Disney dazu inspiriert, diese Art Häuser in seinen Filmen darzustellen, das Touristen dazu bringt, fleissig zu fotografieren, und Einheimische, sich die schönsten Gebäude ihrer Heimatstadt tätowieren zu lassen, und ja, auch als Wohnungen und Arbeitsplätze sind sie begehrt und werden heiss und innig geliebt.

… oder auch nicht

Leider trifft dies auf die meiste moderne Architektur nicht zu. Egal ob es sich um Billig-Plattenbauten handelt oder um prestigeträchtige Objekte weltbekannter Architekten: das Allermeiste ist kalt, steril, unangenehm, vermittelt keine Gemütlichkeit und keine Geborgenheit.

Ist das wirklich das Beste, was unsere moderne, aufgeklärte, reiche Gesellschaft zustande bringt? Können wir das nicht besser?

Schönheit ist nicht Geschmackssache
Die architektonische Schönheit, die unser Herz berührt, ist eine objektive Qualität – nicht beliebig und frei wählbar. Wenn Schönheit beliebig wäre, müssten viel mehr Tiefgaragen mit niedrigen Decken, trüben Neonlampen und Ölflecken auf dem Boden als Ikonen architektonischer Schönheit verehrt werden! – bloss, irgendwie passiert das einfach nie.

die Schönheit, die ich meine, ist tief in der Biologie des Menschen verankert – das Empfinden von Schönheit zeigt uns Orte an, wo es möglich ist, ganz sich selbst zu sein. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“ ruft es sich so viel leichter in mittelalterlichen Gassen statt in einem modernen Bürogebäude.

Mittela​​lterliche Gebäude haben Qualitäten, die wir auch in der Natur finden: Es gibt in der Regel lokal immer gleiche Typen von Gebäuden – von denen jedes aber ein bisschen anders ist, jedes an seinen Ort angepasst ist, so wie ein Wald viele Bäume derselben Sorte hat, aber kein Baum ist genau gleich wieder andere.

Oft strukturieren alte Häuser winzige Räume optimal, jede Ecke ist nutzbar und nützlich, es gibt keine toten Flächen – SO geht verdichtetes Bauen!

Es entstehen Wohnungen, die durchaus einfach sein können, klein, vielelicht sogar sehr klein – aber sie sind menschlich, und sie tun alles, was ein Haus tun muss, nämlich den Körper des Menschen schützen und seinen Geist friedlich machen.

Moderne Gebäude – objektive Hässlichkeit
Die modernen Gebäude sind leider im Schnitt so hässlich, dass man schon froh sein muss, gelegentlich eins zu treffen, das nicht ganz so schlimm ist wie die andern. Auch hier ist die Hässlichkeit keine Geschmackssache: moderne Gebäude haben in aller Regel Hunderte, Tausende von Details, die bei den Bewohnern und Benutzerinnen Stress hervorrufen.

Stress ist hier im grundlegenden körperlichen Sinn gemeint: viele moderne Gebäude wecken ständige Kampf/Flucht-Reaktion​​en bei den Benutzern und Benutzerinnen, und mit der Zeit zehrt das an der Gesundheit. Das können Lichter sein, die blenden; zu trockene Luft durch Klimaanlagen; automatische Haustechniksysteme, sodass zB Sonnenstoren nicht individuell eingestellt werden können; lange dunkle Gänge; Konferenzräume mit schlechten akustischen Eigenschaften; übergrosse Fenster, die das ganze Privatleben ausstellen; fehlende Sitzgelegenheiten, Bänke, Mäuerchen; schneidende Winde rund um Hochhäuser; Fenster, die sich nicht öffnen lassen…

Massnahmen​​ zur Verbesserung
Hier sind einige Ideen, in welche Richtung Massnahmen gehen könnten, damit wir endlich wieder mal auf breiter Basis Wohnungen und Häuser haben, die diesen Namen auch verdienen:

Bauen für die Ewigkeit

Ressourcen sind selten und kostbar – entsprechend verantwortungsvoll wollen wir mit ihnen umgehen! Eine der wirksamsten Massnahmen für Nachhaltigkeit ist bestimmt, alles, was man baut, solide und langlebig zu bauen, sodass wir als Gesellschaft unseren Nachkommen ein positives, nützliches Erbe hinterlassen können und nicht bloss riesige Haufen von Schrott und Sondermüll. Also: Pflästert eure Strassen, fragt nach langlebigen, leicht reparierbaren Materialien, baut nicht nur für euch, sondern auch für die Urururenkel, die einst unsere Bauten benutzen werden!

Nutzerbedürf​​nisse konsequent berücksichtigen

Wenn heute über Architektur geschrieben und gesprochen wird, fallen viele Stichworte wie „interessant, originell, skulptural“ Etwas weniger oft – viel zu wenig – wird die Frage erörtert, wie es sich denn in diesen skulpturalen Interessantheiten lebt und arbeitet? Und wie es den Leuten geht, die sich bei und neben dem Gebäude bewegen? Wenn Architektur konsequent im Dienst der Menschen wäre, die ein Gebäude, ein Dorf, eine Stadt bewohnen, die Welt sähe heute deutlich anders aus, als sie aussieht. Gebäude müssen keineswegs originell oder aussergewöhnlich sein – es reicht meist schon, wenn sie ganz normal angenehm und liebenswürdig sind.

Stärkere demokratische Kontrolle bei der Raumgestaltung

Inzwisc​​hen hatten wir alle mehr als genug Gelegenheit, zu sehen, was herauskommt, wenn private Investoren bauen: Seelenlose, kalte Glas-Beton-Stahl-Mons​​ter, tote Quartiere, Gewalt und Kriminalität. Da der Boden und somit auch der verfügbare Wohn- und Arbeitsraum in der Schweiz eine sehr knappe Ressource ist, gehört diese Ressource im Sinne des Gemeinwohls durch demokratisch legitimierte Stellen verwaltet, und nicht durch Private, die in erster Linie für persönlichen Profit arbeiten. Da gilt sowohl bei Regeln fürs Neubauen, fürs Umbauen, aber auch für Vermietungen.

Es geht auch einfach

Gutes Leben muss nicht teuer sein. Wenn intelligent verdichtet gebaut wird – Vorbilder haben wir ja genug in unsern Altstädten – ist auch auf wenig Platz eine Menge Lebensqualität möglich. Ebenso braucht nicht jede Küche alle elektrischen Gadgets, um wohnlich zu sein – es ist sehr wohl möglich, das Geschirr per Hand zu spülen. Nicht jede neue Wohnung braucht den maximalen Ausbaustandard!

Neue​​ Lebensformen
Noch nie haben so viele Leute allein gewohnt wie wir heute. Das ist nicht unbedingt sinnvoll, denn jede einzelne Wohnung mit dem üblichen Zubehör zu bauen, kostet Platz und Geld. neue gemeinschaftliche Wohnformen, die sich an die alten Grossfamilien-mit-Anh​​ang anlehnen, dürften nicht nur mehr Lebensqualität bieten, sondern gleichzeitig weniger Platz und Geld benötigen.

Alte und junge Leute, grosse und kleine Wohnungen

Viele alte Leute bleiben im Haus oder der Wohnung, wo ihre Kinder aufgewachsen sind. Irgendwann ist diese Wohnung eigentlich zu gross, aber dennoch bleiben sie drin – ist ja verständlich, in der gewohnten Umgebung, mit den gewohnten Möbeln, im gewohnten sozialen Umfeld. Andererseits gibt es viele junge Leute, die eine Wohnung suchen, aber kaum eine finden. Es könnte nützliche Zusammenarbeiten geben: alte Leute lassen junge Leute für eine günstige Miete und Hilfe im Haushalt bei sich wohnen – und gewinnen dazu noch etwas nette Gesellschaft. Ein Gewinn für alle!

Pendlerabzug abschaffen – zu Fuss arbeiten gehn

Eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Pendeln belastet

Pendeln gehört für viele zum Alltag Und das nicht darum, weil alle es so grossartig finden, sich täglich in überfüllte S- oder Autobahnen zu quetschen und darauf zu warten, bis das Fahrzeug endlich freie Bahn hat – sondern weil es für die meisten Leute anders gar nicht möglich ist.

Dort, wo es Wohnungen hat, hat es keine Arbeit. zumindest keine bezahlte Arbeit.
Dort, wo es Arbeit hat, hat es keine Wohnungen. zumindest keine bezahlbaren Wohnungen.

Also schlucken Herr Schweizer und Frau Schweizerin die Kröte, suchen für sich eine Lösung, die die Nachteile der unterschiedlichen Lebensformen einigermassen in der Waage hält – und leiden am Pendeln. Wer länger als 50 min oder 80 km pendelt, wird unglücklich und krank.

Und natürlich braucht Pendeln Energie, macht Lärm, frisst Zeit, kostet Geld, entfernt Familien voneinander, sorgt für soziale Segregation… es ist nicht sinnvoll, eine Gewohnheit mit so vielen Nachteilen durch Steuerabzüge zu fördern.

Leute pendeln trotzdem

Abgesehen von den grundlegenden Notwendigkeiten – alle brauchen eine Wohnung, alle brauchen ein Einkommen – gibt es natürlich positive Gründe, warum Menschen sich dazu entscheiden, zu pendeln. Wer in der Stadt arbeitet, mit ihrer Enge und Belastung von Lärm, freut sich darauf, am Abend ins Grüne zu fahren. Eltern mit kleinen Kindern haben Bedenken, ihr Kind in die multikulti-Stadtschule zu schicken, und vermuten, auf dem Dorf bessere Chancen für ihr Kind zu finden, bessere Schulen, weniger Gewalt, als in der Stadt.

Das sind legitime Anliegen, wichtige Anliegen – aber die können auch durch andere Massnahmen gefördert werden, als durch Pendlerabzüge.


Wie es sein könnte

Es könnte sein, dass es wieder normal wird, zu Fuss ins Geschäft zu gehen – oder mit dem Velo. Wer heute eine halbe Stunde mit dem Auto pendelt und während der Fahrt den Tag verarbeitet und den Kopf leert, erreicht dasselbe Ziel gewiss auch durch einen halbstündigen Spaziergang auf dem Heimweg.

Es könnte sein, dass es wieder normal wird, dass Eltern und Kinder sich am Mittag zuhause um den Mittagstisch treffen – weil ja alle nur kurze Wege von der Arbeit, von der Schule, zu gehen haben.

Es könnte sein, dass Kinder nach der Schule kurz bei Mama in die Werkstatt oder bei Papa im Büro in eine ruhige Ecke sitzen, dort die Hausaufgaben machen, und dann nach Feierabend alle zusammen nach Hause gehen.

Es könnte sein, dass Kinder bedenkenlos auf den meisten Strassen spielen können – weil es so wenig motorisierten Verkehr hat.

Schwerpunkte, Massnahmen. einige Ideen.

Um von der heutigen pendlerlastigen Schweiz schrittweise zu einer Schweiz zu kommen, wo die meisten Wege ohne motorisierte Vehikel bewältigt werden, sondern zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit dem Trottinett… ist die Reduzierung und Abschaffung des Pendlerabzugs eine sinnvolle Massnahme.

Aber es ist natürlich nicht die einzige Massnahme, sondern es benötigt Bündel von Massnahmen und Adjustierungen, die in die richtige Richtung gehen. hier einige Ideen zum Weiterdenken:

– mehr Wohnraum in den Städten; politische Kontrolle und detaillierte Regulation der Landnutzung und der Bebauung besonders in den Kernstädten im Sinne des Gemeinwohls.

– Steuererleichterungen bzw andere Vorteile für Firmen, die Mitarbeiter anstellen, die im gleichen Postleitzahlgebiet wohnen, in dem sich auch der Arbeitsort befindet. Kurze Wege sollen belohnt werden!

– Anbau von Nahrungsmitteln auch in der Stadt verkürzt Transportwege und vermindert Transportbedarf

– Zonenplanungen, die gemischte Gebiete mit Wohnen UND Arbeiten ermutigen

– neue direktdemokratische Rechte nicht nur auf der Ebene der Gemeinde, sondern auch in kleineren Einheiten – im Quartier, in der Nachbarschaft, sodass Lebensräume von den Betroffenen möglichst direkt gestaltet werden. am Gemeinwohl orientiert, nicht am privaten Profit orientiert.

Zukunftsmusik

Eine solche Schweiz ist natürlich Zukunftsmusik – doch jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, und nur wenn man ein klares Bild davon hat, wohin es gehen soll, kann man entscheiden, welche Massnahmen in die richtige Richtung gehen.

Nicht zuletzt wäre ein Alltag, der grösstenteils unmotorisiert funktioniert, eine grosse Erleichterung für alle jene, die gute Gründe haben, motorisiert unterwegs zu sein: sei das die freie Fahrt für Taxis, Ambulanzen, Polizei, Warentransporte – sei es, dass man bequem im Zug Platz findet – oder auch, dass es wieder ein grosses, weil seltenes, Vergnügen sein kann, mit dem Auto in die Ferien zu fahren.

schütze Deine Gesundheitsdaten, zahle bar!

Seit Ed­ward Snow­den wis­sen wir, was viele schon längst ge­ahnt ha­ben: wir wer­den ständig heim­lich überwacht. Wir alle. Ja, auch Du. Ja, auch wenn Du Dich eine unauffällige, fleis­si­ge, staats­tra­gende Bürgerin bist, die nie ein Ge­setz ge­bro­chen hat.

Niemand weiss, was mit diesen Daten geschieht, wer alles darauf Zugriff hat, auf welche Weise sie benutzt werden in der Zukunft… gegen uns selbst? Vielleicht gegen unsere Kinder, unsere Freunde, unsere Arbeitskollegen? morgen schon, oder erst in fünfzig Jahren? unter der heutigen Gesetzeslage, oder vielleicht den Gesetzen von morgen, die wir heute noch nicht kennen – was heute legales und völlig gewöhnliches, unproblematisches Verhalten ist, ist es morgen vielleicht nicht mehr?

Wie können wir uns, als gewöhnliche Bürger und Bürgerinnen, gegen diese umfassenden, anonymen und abstrakten Vorgänge schützen?

Warum Gesundheitsdaten wichtig sind

Wer nicht auf der sprichwörtlichen einsamen Insel leben will, wird nicht darum herum kommen, gewisse Informationen von sich preiszugeben: die Positionsdaten, die aufgezeichnet werden, wenn ein Mobiltelefon sich bei den Übermittlungsmasten an- und abmeldet… die Bilder, die von Überwachungskameras aufgezeichnet werden, wenn man an einer Bank, einem Laden vorbei spaziert, oder wenn man einkaufen geht. Die Daten, die ein Arzt via Internet mit Krankenkassen oder andern Ärzten austauscht. Die Liste der Suchworte auf dem Internet. und so weiter, und so fort.

Von all den vielen Daten und Informationen, die im Lauf eines gewöhnlichen Alltags aufgezeichnet werden, gehören Daten zum körperlichen Befinden zu den intimsten – und zu jenen mit der längsten Reichweite in die Zukunft.

Einige Informationen haben „nur“ Peinlichkeitswert; wie zum Beispiel die Tatsache, dass ein Mann zu frühzeitigem Ejakulieren neigt. Ist nichts Böses, nichts Verbotenes, will aber wohl trotzdem kaum jemand in der Öffentlichkeit bekannt und diskutiert wissen.

Andere Informationen können das Leben teifgreifend beeinflussen: wie wird wohl ein Arbeitgeber reagieren, wenn er zum Beispiel erfahren sollte, dass ein Bewerber für eine neue Stelle eine Mutter hat, die an einer schweren vererbbaren Krankheit litt und früh gestorben ist? – da wird es nur wenige geben, die der Versuchung widerstehen können, einen netten Absagebrief zu schreiben des Inhalts „eine andere Person erfüllt unsere Anforderungen besser, viel Glück bei der weiteren Stellensuche“, einfach um sicherzugehen, nicht jemanden anzustellen, der vielleicht bald krank wird und stirbt – und der Bewerber wird in seinem Leben nie erfahren, was genau den Ausschlag gegeben hat für die Absage. Aber die Stelle kriegt er nicht.

Utopie? – vielleicht. vielleicht nicht. Wer weiss das heute schon?
Gibt es Firmen und Institutionen, die das heute schon machen? vielleicht. vielleicht nicht. Wer weiss das heute schon?

Gibt es Firmen und Institutionen, die diese Sorte Information gern zur Verfügung hätten und dafür auch gutes Geld zahlen würden? – aber sicher!

Darum:

Date​nsparsamkeit – führe sie nicht in Versuchung!

Datenspa ​rsamkeit bedeutet in erster Linie: jene Daten, die nie festgehalten werden – auf Papier festgehalten, oder digital festgehalten – können auch nicht analysiert, verarbeitet, verkauft oder gestohlen werden.

Die grösste Mengen an Daten, die etwas über die Gesundheit einer Person aussagen, entstehen beim Einkaufen: die Lebensmittel, die man wählt und oft kauft: Frisches oder aus der Tiefkühltruhe? Viel Fleisch, viel Käse oder vegan? Fettes oder Fettreduziertes? Regelmässige Käufe von Alkohol? von Tabakwaren? Rezeptpflichtige Medikamente? – alle diese Informationen sind äusserst aussagekräftig – auch wenn ihre Aussage nicht immer notwendigerweise richtig interpretiert wird.

Ist die Frau, die jede Woche fünf Harassen Bier kauft, schwere Alkoholikerin, oder einfach zuständig für die Bar im Vereinslokal?

Wenn ein Mann im Supermarkt nur Pasta und Öl kauft – ernährt sich der tatsächlich so billig und einfach, oder kauft er das Gemüse und die Früchte lieber in besserer Qualität auf dem Wochenmarkt?

zahle bar, nicht mit Karte

Es lässt sich nicht vermeiden, dass beim Einkaufen ein detaillierter Einkaufszettel entsteht.

Es lässt sich aber vermeiden, dass der Einkauf Dir persönlich zugeordnet wird –  durch das Zahlen mit Bargeld statt Karte.

Wer regelmässig die täglichen Einkäufe mit Karte zahlt, hinterlässt nicht eine Datenspur, sondern eine regelrechte Datenautobahn, eine Unmenge von Daten – wer immer diese Daten in die Finger bekommt (durch Sammeln, Kaufen, Stehlen…), wird einen detaillierten und intimen Einblick in Dein Leben haben – und dieses  womöglich zu deinem Nachteil ausnutzen. Und das alles, ohne dass Du darüber Bescheid weisst: Du bekommst die Stelle nicht, für die Du dich beworben hast – keiner sagt Dir, warum. Deine Krankenkasse erhöht die Monatbeiträge auf eine Weise, die Dir trotz der üblichen Erhöhungen massiv scheint – keiner sagt Dir, warum. Du gehst in die Ferien und wirst an der Grenze festgehalten und gründlich durchsucht – keiner sagt Dir, warum.

Darum: schütze Dich selbst, schütze Deine Familie und Freunde – zahle bar, wann immer Du kannst.

private oder Staatsaufgabe? – bsp Bildungswesen

Welche Auf­ga­ben soll der Staat übernehmen, und wel­che Auf­ga­ben wer­den bes­ser von Pri­va­ten er­le­digt, wenn das Ziel  die grösstmögliche Frei­heit des In­di­vi­du­ums ist, das  in einem so­li­den, fried­li­chen Rechts­staat lebt?

„Freiheit des Individuums“ und „solider, friedlicher Rechtsstaat“ sind natürlich Begriffe, die in einer gewissen Spannung zueinander stehen. Jede Rechtsordnung schränkt die individuellen Freiheiten ein; und individuelle Freiheiten sind nicht immer friedlich, solide und am geltenden Recht orientiert. Wie bringt man also die beiden Ansprüche so zusammen, dass ein goldener Mittelweg daraus entsteht, mit dem Besten aller Welten, und nicht ein fauler Kompromiss, mit dem Schlechtesten von beidem?

 

Infrastru​ktur = Staatsaufgabe

Ein friedlicher, solider Staat ist immer einer, wo alle Leute das Empfinden haben, am allgemeinen Wohlstand auf faire Weise beteiligt zu sein. Dieses Ziel wird besser unter staatlicher Kontrolle und Aufsicht erreicht: nur so geschieht es, dass Leitungen für Wasser, Elektrizität und Internet bis in die hintersten Bergtäler gezogen werden, und die Kosten dafür nicht den Bewohnern überwälzt werden; nur so geschieht es, dass der öffentliche Verkehr auch weit entlegene Gebiete regelmässig bedient, ohne dass die Benutzer der Linien die vollen Kosten dafür tragen müssen.

Die Existenz dieser Infrastruktur, die grösstenteils aus Steuergeldern finanziert wird und die zu günstigen Preisen allen Leuten zum Gebrauch zur Verfügung gestellt wird, bildet eine wichtige Basis für den Wohlstand des Landes und trägt massgeblich zur Sicherheit und Stabilität bei.

Dies Infrastruktur muss nicht rentabel sein, und sie muss schon gar nicht Gewinne erbringen; aber sie muss zuverlässig und sicher funktionieren, sodass die Benutzer sich darauf verlassen können. Dies ist ja in der Schweiz glücklicherweise in der Regel der Fall: das Trinkwasser aus dem Hahn ist immer sauber, Stromunterbrüche sind selten, und Herr und Frau Schweizer gehören immer noch zu jenen Privilegierten, die es unmöglich und schlecht organisiert finden können, wenn ein Zug mit mehr als drei Minuten Verspätung eintrifft – weil es so selten geschieht.

Dienstlei​stungen = private Aufgabe

Infrastruktu ​r muss darum nicht rentabel sein, weil Rendite im privaten Sektor geschieht. Der Wirt benutzt Hahnenwasser, um Kaffee zu kochen – und den Kaffee gewinnbringend zu verkaufen, womit er nicht nur sein Geschäft am Leben erhält und hoffentlich Gewinn macht, sondern auch einen bedeutenden Anteil am Verdienten in Form von verschiedenen Steuern und Gebühren an staatliche Stellen abführt, die mit diesem Geld wiederum die Infrastruktur pflegen und ausbauen können.

wenn es Probleme gibt…

Probleme entstehen dann, wenn staatlichen Infrastruktur privat geführt wird; das bedeutet hohe Preise, schlechte Leistungen, schlechter Unterhalt des Systems, sprich zunehmend viele Pannen; und Menschen an der Peripherie werden nur schlecht oder gar nicht bedient, und wenn, dann zu horrenden Preisen.

Probleme entstehen umgekehrt auch dann, wenn der Staat sich zu sehr in den „Dienstleistungs“-Asp​ekt einmischt und den bis ins kleinste Detail zu regulieren versucht. Dies führt zu Bürokratie und Papierkram, starren Vorschriften, immer grösserem administrativem Aufwand und zunehmend schlechten Ergebnissen in der Sache selbst.

… am Beispiel Bildungswesen

Bildun ​g ist Staatsaufgabe, und das ist gut so: ohne ein Minimum an Lesen, Schreiben und Rechnen geht in der Schweiz gar nichts. Es ist gut und richtig, dass der Staat sicherstellt, dass alle Menschen dieses Minimum an Bildung erhalten.

Dies wird heute zu erreichen versucht durch massiven Einsatz an Bürokratie: Lehrpläne umfassen Hunderte von Seiten, auf denen eine Unmenge detaillierter Bildungsziele aufgeführt sind. Man kann sich den Kopf kratzen und fragen: woher kriegen wir eigentlich all die perfekten Übermenschen sprich LehrerInnen her? Gibt’s überhaupt EINEN einzigen Menschen, der das alles kann, geschweige  viele Tausende, die benötigt werden, um in öffentlichen Schulstuben zu unterrichten?

Ein liberalerer Ansatz – für mehr individuelle Freiheit – könnte darin bestehen, dass der Bund die zu erreichenden Resultate festlegt – in Form von nationalen Prüfungen über alle Schulstufen hinweg – dass aber die Art, WIE diese Resultate erreicht werden, den Schulen selbst überlassen wird.

Dies führt zu einer besseren Vergleichbarkeit, als es heute der Fall ist, wo Schulnoten wenig aussagekräftig sind. Viele Lehrmeister verlangen von BewerberInnen für Lehrstellen, einen privaten Test durchzuführen, den sogenannten „Multicheck“ – viele Professoren, die Erstsemester an der Uni unterrichten, sind erstaunt über die grosse Bandbreite an vorhandenem und leider auch nicht vorhandenem Wissen und Können. Vergleichbare Stufenprüfungen wären ein Gewinn und eine Erleichterung für alle.

Andererseits – WIE ein Kind oder eine Jugendliche dazu kommt, sich diese Inhalte zu erarbeiten, hängt von vielen individuellen Faktoren ab: dem Schulhaus und dessen Einrichtungen, dem Lehrpersonal und dessen Neigungen und Besonderheiten, den eigenen Talenten…Es gibt nicht die eine funktionierende Methode für alle, also soll man’s damit schon gar nicht versuchen.

Darum: eine Vereinfachung des Bildungssystems durch nationale Prüfungen einerseits – der genaue Anforderungskatalog und Beispielprüfungen werden veröffentlicht – und andererseits mehr Freiheit, sich auf diese Prüfung so vorzubereiten, wie es in diesem Schulhaus, in dieser Klasse, mit den Schülern und Lehrerinnen und Eltern in einer konkreten Situation am besten klappt.

Lerne uns persönlich kennen!

Liebe Politikinteressierte

möchtest Du uns kennen lernen? Besuche uns an einer unserer Sitzungen!

Die Sitzungen finden jeweils Montag Abend ab 20.00 Uhr an der Sevogelstrasse 123 statt, beim linken Schaufenster mit der Aufschrift „Leben Lernen“. Die nächsten Sitzungen finden an folgenden Daten statt:

14. September 2015
28. September 2015
12. Oktober 2015

Stelle uns Fragen zu unserer politischen Arbeit, diskutiere Deine politischen Anliegen – wr freuen uns auf zahlreichen Besuch! 🙂

 

Barbara Seiler – wofür ich mich einsetze

Liebe Interessierte und Wählerinnen

als Nationalratskandidatin von mach-politik.ch engagiere ich mich für eine Politik, die auf Menschlichkeit, Respekt und konstruktiver Zusammenarbeit beruht. Miteinander, nicht gegeneinander.

ich setze mich ein für:

  • eine Stärkung und Weiterentwicklung der direkten Demokratie
  • Schutz von Privatsphäre und Bürgerrechten
  • Eine Bildung, die sich an Astrid Lindgrens Devise orientiert: „Gebt den Kindern Liebe, mehr Liebe, und noch mehr Liebe – der gesunde Menschenverstand wird dann von selbst kommen.“
  • Chancengleichheit in der Bildung – 9 Jahre Primar- und Sekundarstufe am Wohnort; danach ein Bildunggutschein für 11 Jahre Bildungsfinanzierung für alle, lebenslang einlösbar, nicht übertragbar.
  • Ein Gesundheitswesen, das sich darauf konzentriert, die Entstehung von Krankheiten und Beschwerden zu verhindern – sodass viele gesünder bleiben, als sie heute sind, und jene, die tatsächlich den Arzt brauchen, für günstiges Geld die beste Medizin erhalten.
  • Innovation in der Volkswirtschaft – unter anderem mit einem JA zur Vollgeld-Initiative
  • Open Data – staatlich erhobene Daten werden anonymisiert der ganzen Bevölkerung zur Verfügung gestellt
  • Transparente Parteienfinanzierung
  • Intelligente Landschaftsplanung zum Wohl der Menschen – Beschränkung privater Profite im Immobilienwesen
  • Branchenabhängige Mindestlöhne und deren strikte Durchsetzung mit scharfen Kontrollen und empfindlichen Bussen
  • gegen geplante Obsoleszenz – für robuste, langlebige Waren, die leicht zu reparieren sind.

Und hier der Smartvote-Spider:

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An alle Basler und Baslerinnen: Liste 35 in den Nationalrat, für eine konstruktive, sachorientierte Politik!

Nationalratswahlen 2015

An der letzten Vorstandssitzung hat der Vorstand von mach-politik.ch sich entschieden, an den Nationalratswahlen 2015 teilzunehmen. Wir kandidieren im Kanton Basel-Stadt und suchen Interessenten und Interessentinnen aus der ganzen Schweiz, die sich engagieren wollen.

Unterstütze unseren Wahlkampf mit Rat und Tat:

– Kandidiere auch Du für den Nationalrat!

– Spenden sind immer willkommen auf IBAN CH67 0076 9402 8965 3200 1, Basellandschaftliche Kantonalbank. Mit Deiner Spende finanzieren wir Flyer und Aktionen im Wahlkampf. Spenden unter Fr. 1’000 sind anonym; Spenden über Fr. 1’000 werden mit vollem Namen publiziert.

– mach mit bei unseren Wahlkampfaktionen oder bringe dich ein durch deine eigenen politischen Projekte.

Hast Du Interesse? Melde dich bei vorstand@mach-politik.ch oder regisriere dich direkt auf der Projektplattform.

Bekanntmachung Vereinsgründung

Liebe Politikinteressierte

Eine Gruppe von politisch engagierten Menschen hat sich dafür entschieden, einen Verein zu gründen, um eine neue Art von Politik zu gestalten: eine Politik, die die Vorteile einer Parteiorganisation nutzt, zum Beispiel die gemeinsame Infrastruktur – aber eine Politik, die allen Beteiligten die Freiheit lässt, ihre eigenen Positionen zu fördern und dafür zu arbeiten. Die einzige Grenze dafür ist die Menschlichkeit und die Menschenrechte. Kooperation statt Konkurrenz ist unsere Devise!

Die Gründungsversammlung findet statt:
Wann? – am Montag, 17. März 2014, 19.45 Uhr
Wo? – im Mister Wong beim Bahnhof SBB in Basel

Ihr seid alle herzlich eingeladen, als Gründungsmitglieder zur Gründung beizutragen. Kommt zahlreich! Bringt eure Freunde mit 🙂

In Kürze wird das digitale Kernstück von mach-politik.ch aufgeschaltet sein: die Projektplattform, die es allen erlauben wird, ihre Projekte zu planen, sich zu vernetzen, Rat einzuholen, MitstreiterInnen zu finden… kurz: alles, was es braucht, um Herzensangelegenheiten politisch voranzubringen.

Schon jetzt aktiv ist der Stammtisch, der jeden zweiten Samstag im Unternehmen Mitte stattfindet. Nächster Termin ist der 22. März 2014, 12.00 Uhr, Unternehmen Mitte (non fumare) im Zentrum von Basel. Aktuell ist auch die Regionalgruppe für die Vollgeldinitiative am Stamm aktiv ( http://www.vollgeld-initiative.ch/ ). Es ist eine perfekte Gelegenheit, interessante Menschen zu treffen und in angenehmer Atmosphäre anregende Gespräche zu führe, Aktionen zu planen, oder auch, um uns unverbindlich kennen zu lernen.