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Nationalratswahl 2015: Ergebnisse

die Liste von mach-politik.ch hat in den Nationalratswahlen 2015 im Kanton Basel Stadt bei der ersten Teilnahme ever 326 Stimmen erhalten, Details findet Ihr hier:
Wahlergebnisse Nationalrat 2015 Basel-Stadt

Herzlichen Dank an alle, die uns ihr Vertrauen ausgesprochen haben, und seid euch sicher: wir machen weiterhin Politik! menschlich, konstruktiv und mit immer neuen Konzepten für die direkte Demokratie!

-barbara-

mehr Chancengleichheit für die Schule

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler
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Das öffentliche Schulwesen hat viele alte Zöpfe – einer davon ist die massive Bevorzugung der Akademiker gegenüber den Handwerkern und Lehrberufen.

Es kann nicht sein, dass ein Dr. fast die gesamten Kosten seiner Ausbildung vom Steuerzahler finanziert bekommt, während ein Meister bzw Absolvent einer höheren Fachprüfung einen grossen Teil der Kosten selbst tragen muss. Das Problem wird in diesem Artikel erläutert:

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz-am-sonntag/politik-und-wirtschaft/art304159,3329913

Ein anderer alter Zopf ist, dass Erstausbildungen massiv subventioniert werden – Zweit- und Drittausbildungen hingegen nicht. Auch das bevorzugt die Akademiker, die sehr lange Erstausbildungen absolvieren. Das ist nicht mehr zeitgemäss heute, wo ständige Weiterbildung und auch Berufswechsel im mittleren Lebensalter an der Tagesordnung und auch erwünscht sind. Gelegentlich kann es sogar vorkommen, dass Lehrberufe, die als solide gelten, von der Technik überholt werden und nach zehn oder zwanzig Jahren gar nicht mehr existieren ausserhalb von kleinen Nischen für Liebhaber – doch all die Berufsleute, die diesen Beruf lernten, stehen dann auf der Strasse und müssen gucken, wo sie bleiben.

Gleich viel Bildung für alle

Um eine Lösung des Problems nicht zu verkomplizieren, schlage ich vor, dass nicht einzelne Studiengänge subentioniert werden – auf alle Fälle nicht in erster Linie – sondern dass jede Person gleich viel Bildung vom Staat bezahlt erhält – und wenn dieses Guthaben aufgebraucht ist, muss die Person weitere Bildung aus der eigenen Tasche zahlen.

20 Jahre Vollzeitbildung pro Person, gerechnet von der 1. Primarklasse an, scheint mir ein angemessener, sinnvoller Betrag zu sein. Weniger ist nicht gut möglich, sonst wären die längsten universitären Studien nicht abgedeckt; und noch mehr muss es auch nicht sein.

9 Jahre Volksschule am Wohnort

Die obligatorische Schulzeit soll, wie heute auch, dort stattfinden, wo die Kinder wohnen. Freie Schulwahl auf der Primarstufe scheint mir wenig sinnvoll zu sein. Es wäre allerdings darüber nachzudenken, ob Kinder und Eltern in ihren Schulen mehr Einfluss erhalten können – aber diese Diskussion wird einen eigenen Artikel benötigen. oder auch mehrere Artikel.

11 Jahre Bildungsgutschein

Nach der obligatorischen Schulzeit erhalten alle das Recht auf elf Jahre Vollzeitbildung.

Das ist ein Alter, wo so oder so Spezialisierung stattfindet, wo Jugendliche selbständig weitere Wege bewältigen könne, wo sie sich für eine Lehre entscheiden, oder eine Mittelschule… in dieser Situation wird eine freie Schulwahl sinnvoll.

Der Bildungsgutschein ist persönlich, nicht übertragbar, und lebenslang gültig. Er kann gleich sofort eingelöst werden, und ist zB nach einem Medizinstudium fast vollständig aufgebraucht, oder er kann im mittleren oder hohen Alter verwendet werden; er kann für Vollzeit-Studiengänge verwendet werden, aber auch für Kurse an Volkshochschulen mit geringen Stundenzahlen pro Woche, doer auch nur für einzelne Stunden.

Jeder Mensch kann und soll frei entscheiden, wie er sein Guthaben nutzt. Damit wäre zumindest ein bisschen mehr Chancengleichheit hergestellt, als es heute der Fall ist.

Gewalt und wer sie ausüben soll

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler
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Gewalt ist hässlich. Blut, Tränen, Schmerz, Angst, Verletzungen: Gewalt ist immer dramatisch, manchmal einschränkend für den Rest des Lebens, manchmal bringt sie den Tod.

Wir brauchen staatliche Gewalt
Gewalt ist nicht schön, aber sie ist real und kommt immer wieder vor. Ja, auch in der friedlichen, zivilisierten Schweiz. Ja, auch wenn die meisten Leuten im Alltag wenig bis keine Gewalt antreffen – zum Glück!

Wir leben aber nicht im Paradies und nicht auf der Insel der Seligen, darum ist es gut und richtig, dass wir Polizei und Militär haben, die Gewalt im Rahmen genau festgelegter Regeln ausüben dürfen und gelegentlich auch ausüben müssen – dann, wenn alle sanfteren Massnahmen nicht wirken.

Es ist auch gut und richtig, wenn das Ausüben von Gewalt im Rahmen halbweg realistischer Übungsszenarien wie bei Conex 15 geübt wird. Denn die Fehler und Probleme, die Lauf von Übungen ausgebügelt werden können, bedeuten im Ernstfall, dass unschuldige Menschen nicht sterben, sondern gerettet werden. Wenn Ernstfälle nie eintreten, umso besser, doch wenn sie eintreten, so sollen Militär, Polizei, Grenzwache und alle andern Beteiligten, deren Aufgabe es ist, die Sicherheit der Schweiz zu erhalten, auch fähig und kompetent sein, dies zu tun.

Polizisten statt Videokameras

Die Tendenz der letzten Jahre geht dahin, überall Videokameras und Sensoren zu installieren. Diese technischen Geräte sind zwar fähig, eine Situation aufzuzeichnen, sodass man im Nachhinein genau sieht, was geschehen ist – aber sie helfen nicht dabei, ein Verbrechen zu verhindern. Ein Übeltäter oder eine Übeltäterin kann völlig problemlos eine Person zusammenschlagen und ausrauben, auch wenn zehn Videokameras das Geschehen aufzeichnen – und wenn diese Person das Gesicht versteckt, mit Kapuze, Sonnenbrillen, Schals – ist sie nur schwer oder gar nicht erkennbar, spätenstens sobald sie die Kleider gewechselt hat.

Anwesende Menschen, zum Beispiel Polizisten, können aber sehr wohl ein Verbrechen verhindern. Aus diesem Grund ist es wichtig für die Sicherheit, dass die Polizei genug Personal hat, um regelmässig Patrouillen durchzuführen, zu Fuss, mit Velo, im Auto – und ein engmaschiges Netz von Posten zu betreiben, sodass schnell Hilfe geholt werden kann, wenn es nötig ist.

Videokameras hingegen und andere technische Sensoren sollen mit Zurückhaltung eingesetzt werden, und mit klaren Regelungen zu Datenschutz und dem Schutz der Privatsphäre der vielen unbescholtenen Bürger und Bürgerinnen, die damit aufgezeichnet werden.

Das Sturmgewehr in der Besenkammer

Die Schweiz hat eine Milizarmee, und das soll auch so bleiben. Eine Armee ist eine gefährliche Sache – die haben Waffen! – und ein Staat braucht ein paar Sicherungen, sodass die Armee nicht ein Eigenleben entwickelt und zur dominierenden Kraft im Staat wird und die anderen Kräfte aushebeln kann. Dass die Armee aus dem ganzen Volk kommt, ist eine dieser Sicherungen, die dabei hilft, dass Armee und Volk eng ineinander verflochten bleiben und nicht als gegensätzliche oder sogar verfeindete Gruppen wahrgenommen werden. Darum: ja zur Pflicht für einen allgemeinen Dienst (im Militär oder zivil), und zwar für Männer und Frauen gleichermassen.

In letzter Zeit wurde des öftern kritisiert, dass Wehrleute ihre Waffe mit nach Hause nehmen. Waffen sind bäh. Waffen erinnern an Blut, Tod, Verletzungen, Gewalt, da ihr einziger Zweck ist, eben diese zu erzeugen – im Gegensatz zum genauso gefährlichen Küchenmesser, das aber doch meist nur auf harmloses Gemüse angwendet wird. Soldaten sind Leute, die Falle eines Falles andere Menschen töten müssen, und aus diesem Grund besitzen sie Schusswaffen.

Doch müssen diese Schusswaffen zuhause aufbewahrt werden? – ich meine, ja. Der Grund dafür ist allerdings nicht die Befürchtung, dass irgendwann mal eine fremde Armee an den Schweizer Grenzen steht, oder sogar schon darüber hinaus gegangen ist, gegen die die Schweiz sich verteidigen muss – eine Mobilmachung liesse sich genauso gut organisieren mit Waffen, die in Zeughäusern vom Militär selbst aufbewahrt werden.

Der Grund, warum Waffen bei den Wehrleuten zuhause aufbewahrt werden, ist ein weiterer Schutz gegen möglichen Unsinn aus hohen Regierungskreisen – eine weitere Gewaltenteilung, denn die Teilung von Gewalt in viele verschiedene Instanzen, die sich gegenseitig kontrollieren, ist der beste Schutz für alle.

Kocht! eine Massnahme, viele Wirkungen

Eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Steuergelder sind eine end­li­che Res­sour­ce. Umso wich­ti­ger ist es, sie dort ein­zu­set­zen, wo sie mit dem ge­rings­ten Auf­wand die grösste und beste Wir­kung für das Ge­mein­wohl brin­gen. Es ist am bes­ten, wenn eine Mass­nahme nicht nur eine Wir­kung zeigt, son­dern in viele Le­bens­be­rei­che aus­strahlt und diese po­si­tiv be­ein­flusst, so­wohl kurz­fris­tig wie lang­fris­tig.

Kochen in der Schule
Eine solche Massnahme wäre das regelmässige Kochen.

Stellen wir uns vor – relativ bescheiden – jedes Kind und alle Jugendlichen würden während der neun Jahren ihrer obligatorischen Schulzeit einmal pro Woche dabei mitwirken, eine Mahlzeit zu kochen. In neun Schuljahren, und 40 Schulwochen pro Schuljahr, gibt das 360 Mahlzeiten pro Kind, also eine genügend grosse Menge an Übung, um im Kochen einigermassen kompetent zu werden.

Der Wirkungen wären viele:

– die Gewohnheit, selbst zu kochen – wirkt für ein Leben lang nach

– praktische Kenntnis von einer Fülle an Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten

– wenn die Schule einen Garten hat: Kenntnis vom Anbauen, Pflegen, Ernten von Nahrungsmitteln…

-​ Schneiden, Rühren, Wenden und so weiter übt die Feinmotorik

– Rezepte auf eine grössere Gruppe umrechnen – hurra wir können Dreisatz!

– mit einem gegebenen Budget eine Mahlzeit planen: neben richtigem Rechnen wird Sparsamkeit und haushälterisches Denken geübt

– Was man kocht, wird von anderen gegessen und muss pünktlich, in ausreichender Menge produziert werden: es ist eine verantwortungsvolle Arbeit

– Rezepte korrekt verstehen und umsetzen: übt Konzentration und Genauigkeit

– Präsentation von Tellern, Wahl von Farben: Schult die Sinne und eine differenzierte Wahrnehmung

– es wird gelernt, was frische Küche bedeutet – im Kontrast zu guter Qualität wirkt Fast Food weniger anziehend

– und natürlich ist es für Leute, die kochen können, auch kein Problem, Fast-Food-Klassiker wie Pizza und Hamburger in besserer Ausführung nachzubauen.

– Abwechslungsreiches, vielfältiges Essen ist gut für die Gesundheit – die Krankenkassen werden es danken. und die zukünftigen Prämienzahler sowieso!

– Gemeinsam in der Küche arbeiten – erfordert Teamarbeit, miteinander reden, sinnvolle Organisation die eingehalten wird, Disziplin

– … und vieles mehr.

Danke an die Integrale Politik

Heute war ich Barbara bei der Regionalgruppe Nordwestschweiz der Integralen Politik eingeladen. Das Thema des Abends war „Nationalratswahlen“, es wurde über Smartvote, Wahlstrategien und Listenverbindungen debattiert. Im zweiten Teil des Abends durfte ich mach-politik.ch vorstellen und erhielt darauf ein sehr positives Feedback von den Beteiligten. Es wurde von einem „frischen Wind“ und „Unbeschwertheit“ gesprochen
„smile“-Emoticon

Die Integrale Politik macht Politik „aus der Intelligenz des Herzens“, wie ihr eigener Slogan sagt, und engagiert sich für so wichtige Anliegen wie Gemeinwohlökonomie, die Vollgeldinitiative, das bedingungslose Grundeinkommen, Stadtplanungsprojekte wie „gernhattan“ und vieles mehr!

Es steht eine mögliche Zusammenarbeit zur Diskussion, und wir werden bestimmt in Kontakt bleiben. Herzlichen Dank für den sehr netten Empfang bei der Integralen Politik!

http://www.integrale-politik.ch/regionen/#nordwestschweiz

Nationalratswahlen 2015

An der letzten Vorstandssitzung hat der Vorstand von mach-politik.ch sich entschieden, an den Nationalratswahlen 2015 teilzunehmen. Wir kandidieren im Kanton Basel-Stadt und suchen Interessenten und Interessentinnen aus der ganzen Schweiz, die sich engagieren wollen.

Unterstütze unseren Wahlkampf mit Rat und Tat:

– Kandidiere auch Du für den Nationalrat!

– Spenden sind immer willkommen auf IBAN CH67 0076 9402 8965 3200 1, Basellandschaftliche Kantonalbank. Mit Deiner Spende finanzieren wir Flyer und Aktionen im Wahlkampf. Spenden unter Fr. 1’000 sind anonym; Spenden über Fr. 1’000 werden mit vollem Namen publiziert.

– mach mit bei unseren Wahlkampfaktionen oder bringe dich ein durch deine eigenen politischen Projekte.

Hast Du Interesse? Melde dich bei vorstand@mach-politik.ch oder regisriere dich direkt auf der Projektplattform.