Feiert mit uns George Orwells Geburtstag

Liebe Politikinteressierte

Am nächsten Samstag, 25. Juni 2016 feiern wir ab 16.00 Uhr mit einer politisch/kreativen Aktion den 113. Geburtstag des grossen Schriftstellers. Der offene Anlass findet an der neuen Rheinpromenade im St. Johann in Basel statt.

George Orwell ist der Autor des dystopischen Romans „1984“ der eine tyrannische Überwachungsgesellschaft beschreibt.

BIG BROTHER IS WATCHING YOU

george-orwell a5 zeit und ort

Die offene Feier soll auf die Überwachungsbestrebungen durch Unternehmen und Staaten, auch innerhalb der Schweiz, aufmerksam machen. Unter anderem bietet der Anlass bei entspannter Atmosphäre Sekt, Kuchen, Blitzlichtgewitter, kreative Aktionen zum Mitmachen, die Gelegenheit Fragen zu beantworten und das Referendum gegen das neue Überwachungsgesetz (BÜPF) zu unterschreiben, welches Staatstrojaner und generelle Mobilfunküberwachungsanlagen (IMSI-Catcher) erlauben möchte.

Schatzmeister/-in gesucht!

Wir suchen per 25. Januar 2016  eine zuverlässige, sympathische und politisch interessierte Person als Schatzmeister/-in für unseren Verein.

In dieser verantwortungsvollen Position verwaltest Du unser Geld, rechnest genau, bist sparsam und sorgst dafür, dass unsere Finanzen gesund sind und bleiben.

Kenntnisse in Buchhaltung sind von Vorteil, aber nicht Bedingung.

Mitgliederversammlung 2016

Liebe Freunde von mach-politik.ch

Wir laden ein zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung. Sie findet statt am:

Montag, 25. Januar 2016, 20.00 Uhr
an der Sevogelstrasse 123 in Basel.

Alle Mitglieder und Interessenten sind herzlich willkommen!

Für den Vorstand
Barbara Seiler
Präsidentin

Nationalratswahl 2015: Ergebnisse

die Liste von mach-politik.ch hat in den Nationalratswahlen 2015 im Kanton Basel Stadt bei der ersten Teilnahme ever 326 Stimmen erhalten, Details findet Ihr hier:
Wahlergebnisse Nationalrat 2015 Basel-Stadt

Herzlichen Dank an alle, die uns ihr Vertrauen ausgesprochen haben, und seid euch sicher: wir machen weiterhin Politik! menschlich, konstruktiv und mit immer neuen Konzepten für die direkte Demokratie!

-barbara-

mehr Chancengleichheit für die Schule

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler
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Das öffentliche Schulwesen hat viele alte Zöpfe – einer davon ist die massive Bevorzugung der Akademiker gegenüber den Handwerkern und Lehrberufen.

Es kann nicht sein, dass ein Dr. fast die gesamten Kosten seiner Ausbildung vom Steuerzahler finanziert bekommt, während ein Meister bzw Absolvent einer höheren Fachprüfung einen grossen Teil der Kosten selbst tragen muss. Das Problem wird in diesem Artikel erläutert:

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz-am-sonntag/politik-und-wirtschaft/art304159,3329913

Ein anderer alter Zopf ist, dass Erstausbildungen massiv subventioniert werden – Zweit- und Drittausbildungen hingegen nicht. Auch das bevorzugt die Akademiker, die sehr lange Erstausbildungen absolvieren. Das ist nicht mehr zeitgemäss heute, wo ständige Weiterbildung und auch Berufswechsel im mittleren Lebensalter an der Tagesordnung und auch erwünscht sind. Gelegentlich kann es sogar vorkommen, dass Lehrberufe, die als solide gelten, von der Technik überholt werden und nach zehn oder zwanzig Jahren gar nicht mehr existieren ausserhalb von kleinen Nischen für Liebhaber – doch all die Berufsleute, die diesen Beruf lernten, stehen dann auf der Strasse und müssen gucken, wo sie bleiben.

Gleich viel Bildung für alle

Um eine Lösung des Problems nicht zu verkomplizieren, schlage ich vor, dass nicht einzelne Studiengänge subentioniert werden – auf alle Fälle nicht in erster Linie – sondern dass jede Person gleich viel Bildung vom Staat bezahlt erhält – und wenn dieses Guthaben aufgebraucht ist, muss die Person weitere Bildung aus der eigenen Tasche zahlen.

20 Jahre Vollzeitbildung pro Person, gerechnet von der 1. Primarklasse an, scheint mir ein angemessener, sinnvoller Betrag zu sein. Weniger ist nicht gut möglich, sonst wären die längsten universitären Studien nicht abgedeckt; und noch mehr muss es auch nicht sein.

9 Jahre Volksschule am Wohnort

Die obligatorische Schulzeit soll, wie heute auch, dort stattfinden, wo die Kinder wohnen. Freie Schulwahl auf der Primarstufe scheint mir wenig sinnvoll zu sein. Es wäre allerdings darüber nachzudenken, ob Kinder und Eltern in ihren Schulen mehr Einfluss erhalten können – aber diese Diskussion wird einen eigenen Artikel benötigen. oder auch mehrere Artikel.

11 Jahre Bildungsgutschein

Nach der obligatorischen Schulzeit erhalten alle das Recht auf elf Jahre Vollzeitbildung.

Das ist ein Alter, wo so oder so Spezialisierung stattfindet, wo Jugendliche selbständig weitere Wege bewältigen könne, wo sie sich für eine Lehre entscheiden, oder eine Mittelschule… in dieser Situation wird eine freie Schulwahl sinnvoll.

Der Bildungsgutschein ist persönlich, nicht übertragbar, und lebenslang gültig. Er kann gleich sofort eingelöst werden, und ist zB nach einem Medizinstudium fast vollständig aufgebraucht, oder er kann im mittleren oder hohen Alter verwendet werden; er kann für Vollzeit-Studiengänge verwendet werden, aber auch für Kurse an Volkshochschulen mit geringen Stundenzahlen pro Woche, doer auch nur für einzelne Stunden.

Jeder Mensch kann und soll frei entscheiden, wie er sein Guthaben nutzt. Damit wäre zumindest ein bisschen mehr Chancengleichheit hergestellt, als es heute der Fall ist.

Gesundheitswesen und Vorsorge

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler
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Sie sitzen mit einem Freund gemütlich zusammen und er erzählt Ihnen :“Stell dir vor, ich mach jetzt was ganz Neues – ich hab angefangen, finanzielle Vorsorge zu treiben. Ich schau ab sofort einmal pro Jahr meinen Kontostand an!“

Nachdem Sie sich von Ihrem Lachanfall erholt haben – denn schliesslich, das weiss jedes Kind, besteht Vorsorge nicht darin, lediglich den Status Quo zu überprüfen, sondern vor allem darin, ein Kapital aufzubauen, das in schlechten Zeiten das Schlimmste abfedert und Katastrophen verhindert – stellen Sie sich womöglich die Frage, warum „Vorsorge“, sobald sie im Zusammenhang mit Gesundheit genannt wird, genau das meint: ein mehr oder weniger regelmässiges Überprüfen des Status Quo; und nicht etwas Massnahmen, um die Situation zu verbessern.

Vorsorge ist nicht Früherkennung
Im heutigen Gesundheitswesen bedeutet das Wort „Vorsorge“ in der Regel, dass versucht wird, Krankheiten wie zum Beispiel Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken, wenn sie noch leicht zu behandeln sind. Klingt gut – hat aber durchaus auch seine Schattenseiten, zum Beispiel jene, dass auch Menschen in Angst und Schrecken versetzt und womöglich behandelt werden, die eigentlich gesund sind. Wobei gerade bei Krebs die Behandlungen selbst kein Spaziergang sind. Der Nutzen solcher Programme ist teils fraglich, die Kosten sind hoch, der Aufwand ist gross.

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/mammografie_screening-gegen-brustkrebs-ja-oder-nein/

Was Vorsorge im echten Sinn betrifft – sprich das, was im Finanziellen der regelmässigen Sparrate entspricht, die Kapital aufbaut – können die meisten von Glück reden, wenn ihre Ärztin kurz murmelt „essen Sie mehr Gemüse und machen Sie mehr Sport“. Aber so etwas wie eine systematische Beratung und Hilfestellung zum Thema „wie erhalte ich meine Gesundheit?“ findet selten statt – auf alle Fälle kaum je, ausser ein Patient fragt ausdrücklich danach und will Details wissen.

Vorsorge erfordert Verantwortungsbewusstsein

Gesundheitliche Vorsorge im echten Sinn des Wortes – also alle jene Massnahmen, die dafür sorgen, dass ein Mensch bis ins Alter gesund bleibt bzw die sich entwickelnden Zipperlein sich in Grenzen halten oder nur milde verlaufen – erfordern natürlich, dass der Mensch selbst für sich sorgt und seine eigene Gesundheit ernst nimmt. Die wichtigsten Massnahmen wie: genügen Schlaf, nahrhaftes, gutes Essen, dem Wetter angemessene Kleidung, konstruktive Beziehungen, ein dichtes soziales Netz, regelmässige Bewegung, genügend Ruhe und Pausen… das müssen alle selbst tun.

Die Aufgabe der Politik
Was soll die Politik denn da noch tun? – vieles! Allerdings sind die meisten sinnvollen Massnahmen nicht direkt solche, die mit Ärzten, Spitälern oder Krankenkassen zu tun haben, sondern solche, die die Umgebung gesünder gestalten, also solche, die Stressfaktoren ausschalten.

Einige Beispiele für mögliche Massnahmen:
– Lichtverschmutzung bremsen – nachts soll es dunkel sein! – hilft für besseren Schlaf
– späterer Schulbeginn für Teenager – dürfte nicht nur der Gesundheit, sondern auch den Schulleistungen auf die Sprünge helfen
– Street-Workouts, Spielplätze, Bewegungsräume überall in der Öffentlichkeit – nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene. (da wird in Basel schon einiges getan, das ist grossartig! bitte mehr davon!)
– sinnvolle Lenkungssteuern auf Lebensmittel – zB 1% MWSt pro Zutat in einem Produkt – macht frisches, eigenes Kochen billig und stark verarbeitete Industriennahrung mit ellenlangen Zutatenlisten teuer.
– Kochen in der Schule – wird fürs Leben gelernt und fürs Leben davon profitiert
– in Gebäuden muss man Fenster öffnen können, für frische Luft in allen Lebenslagen. Ja, auch im Büro während der Arbeit. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.
– Auf Zigarettenschachteln nicht mehr die angsterregenden Hiobsbotschaften – lieber Gesundheitstips. Zum Beispiel „Treppen steigen macht fit“ oder „wie schnell rennen Sie 100 m?“
– und noch vieles mehr

Das ist nicht die Aufgabe der Politik

Nicht die Aufgabe der Politik ist es, die Bürger/-innen im Detail zu überwachen. Ob jemand eine Schwäche für Fussball-Grümpelturniere hat (und sich dort die Knie kaputt schlagen lässt) oder lieber Weindegustationen besucht (die arme Leber!) oder vielleicht Ausgang in Clubs präferiert (die Ohren! die Ohren!) – muss allen selbst überlassen bleiben, und das Solidaritätsprinzip der Krankenkassen erhalten bleiben.

Gewalt und wer sie ausüben soll

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler
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Gewalt ist hässlich. Blut, Tränen, Schmerz, Angst, Verletzungen: Gewalt ist immer dramatisch, manchmal einschränkend für den Rest des Lebens, manchmal bringt sie den Tod.

Wir brauchen staatliche Gewalt
Gewalt ist nicht schön, aber sie ist real und kommt immer wieder vor. Ja, auch in der friedlichen, zivilisierten Schweiz. Ja, auch wenn die meisten Leuten im Alltag wenig bis keine Gewalt antreffen – zum Glück!

Wir leben aber nicht im Paradies und nicht auf der Insel der Seligen, darum ist es gut und richtig, dass wir Polizei und Militär haben, die Gewalt im Rahmen genau festgelegter Regeln ausüben dürfen und gelegentlich auch ausüben müssen – dann, wenn alle sanfteren Massnahmen nicht wirken.

Es ist auch gut und richtig, wenn das Ausüben von Gewalt im Rahmen halbweg realistischer Übungsszenarien wie bei Conex 15 geübt wird. Denn die Fehler und Probleme, die Lauf von Übungen ausgebügelt werden können, bedeuten im Ernstfall, dass unschuldige Menschen nicht sterben, sondern gerettet werden. Wenn Ernstfälle nie eintreten, umso besser, doch wenn sie eintreten, so sollen Militär, Polizei, Grenzwache und alle andern Beteiligten, deren Aufgabe es ist, die Sicherheit der Schweiz zu erhalten, auch fähig und kompetent sein, dies zu tun.

Polizisten statt Videokameras

Die Tendenz der letzten Jahre geht dahin, überall Videokameras und Sensoren zu installieren. Diese technischen Geräte sind zwar fähig, eine Situation aufzuzeichnen, sodass man im Nachhinein genau sieht, was geschehen ist – aber sie helfen nicht dabei, ein Verbrechen zu verhindern. Ein Übeltäter oder eine Übeltäterin kann völlig problemlos eine Person zusammenschlagen und ausrauben, auch wenn zehn Videokameras das Geschehen aufzeichnen – und wenn diese Person das Gesicht versteckt, mit Kapuze, Sonnenbrillen, Schals – ist sie nur schwer oder gar nicht erkennbar, spätenstens sobald sie die Kleider gewechselt hat.

Anwesende Menschen, zum Beispiel Polizisten, können aber sehr wohl ein Verbrechen verhindern. Aus diesem Grund ist es wichtig für die Sicherheit, dass die Polizei genug Personal hat, um regelmässig Patrouillen durchzuführen, zu Fuss, mit Velo, im Auto – und ein engmaschiges Netz von Posten zu betreiben, sodass schnell Hilfe geholt werden kann, wenn es nötig ist.

Videokameras hingegen und andere technische Sensoren sollen mit Zurückhaltung eingesetzt werden, und mit klaren Regelungen zu Datenschutz und dem Schutz der Privatsphäre der vielen unbescholtenen Bürger und Bürgerinnen, die damit aufgezeichnet werden.

Das Sturmgewehr in der Besenkammer

Die Schweiz hat eine Milizarmee, und das soll auch so bleiben. Eine Armee ist eine gefährliche Sache – die haben Waffen! – und ein Staat braucht ein paar Sicherungen, sodass die Armee nicht ein Eigenleben entwickelt und zur dominierenden Kraft im Staat wird und die anderen Kräfte aushebeln kann. Dass die Armee aus dem ganzen Volk kommt, ist eine dieser Sicherungen, die dabei hilft, dass Armee und Volk eng ineinander verflochten bleiben und nicht als gegensätzliche oder sogar verfeindete Gruppen wahrgenommen werden. Darum: ja zur Pflicht für einen allgemeinen Dienst (im Militär oder zivil), und zwar für Männer und Frauen gleichermassen.

In letzter Zeit wurde des öftern kritisiert, dass Wehrleute ihre Waffe mit nach Hause nehmen. Waffen sind bäh. Waffen erinnern an Blut, Tod, Verletzungen, Gewalt, da ihr einziger Zweck ist, eben diese zu erzeugen – im Gegensatz zum genauso gefährlichen Küchenmesser, das aber doch meist nur auf harmloses Gemüse angwendet wird. Soldaten sind Leute, die Falle eines Falles andere Menschen töten müssen, und aus diesem Grund besitzen sie Schusswaffen.

Doch müssen diese Schusswaffen zuhause aufbewahrt werden? – ich meine, ja. Der Grund dafür ist allerdings nicht die Befürchtung, dass irgendwann mal eine fremde Armee an den Schweizer Grenzen steht, oder sogar schon darüber hinaus gegangen ist, gegen die die Schweiz sich verteidigen muss – eine Mobilmachung liesse sich genauso gut organisieren mit Waffen, die in Zeughäusern vom Militär selbst aufbewahrt werden.

Der Grund, warum Waffen bei den Wehrleuten zuhause aufbewahrt werden, ist ein weiterer Schutz gegen möglichen Unsinn aus hohen Regierungskreisen – eine weitere Gewaltenteilung, denn die Teilung von Gewalt in viele verschiedene Instanzen, die sich gegenseitig kontrollieren, ist der beste Schutz für alle.

Kocht! eine Massnahme, viele Wirkungen

Eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Steuergelder sind eine end­li­che Res­sour­ce. Umso wich­ti­ger ist es, sie dort ein­zu­set­zen, wo sie mit dem ge­rings­ten Auf­wand die grösste und beste Wir­kung für das Ge­mein­wohl brin­gen. Es ist am bes­ten, wenn eine Mass­nahme nicht nur eine Wir­kung zeigt, son­dern in viele Le­bens­be­rei­che aus­strahlt und diese po­si­tiv be­ein­flusst, so­wohl kurz­fris­tig wie lang­fris­tig.

Kochen in der Schule
Eine solche Massnahme wäre das regelmässige Kochen.

Stellen wir uns vor – relativ bescheiden – jedes Kind und alle Jugendlichen würden während der neun Jahren ihrer obligatorischen Schulzeit einmal pro Woche dabei mitwirken, eine Mahlzeit zu kochen. In neun Schuljahren, und 40 Schulwochen pro Schuljahr, gibt das 360 Mahlzeiten pro Kind, also eine genügend grosse Menge an Übung, um im Kochen einigermassen kompetent zu werden.

Der Wirkungen wären viele:

– die Gewohnheit, selbst zu kochen – wirkt für ein Leben lang nach

– praktische Kenntnis von einer Fülle an Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten

– wenn die Schule einen Garten hat: Kenntnis vom Anbauen, Pflegen, Ernten von Nahrungsmitteln…

-​ Schneiden, Rühren, Wenden und so weiter übt die Feinmotorik

– Rezepte auf eine grössere Gruppe umrechnen – hurra wir können Dreisatz!

– mit einem gegebenen Budget eine Mahlzeit planen: neben richtigem Rechnen wird Sparsamkeit und haushälterisches Denken geübt

– Was man kocht, wird von anderen gegessen und muss pünktlich, in ausreichender Menge produziert werden: es ist eine verantwortungsvolle Arbeit

– Rezepte korrekt verstehen und umsetzen: übt Konzentration und Genauigkeit

– Präsentation von Tellern, Wahl von Farben: Schult die Sinne und eine differenzierte Wahrnehmung

– es wird gelernt, was frische Küche bedeutet – im Kontrast zu guter Qualität wirkt Fast Food weniger anziehend

– und natürlich ist es für Leute, die kochen können, auch kein Problem, Fast-Food-Klassiker wie Pizza und Hamburger in besserer Ausführung nachzubauen.

– Abwechslungsreiches, vielfältiges Essen ist gut für die Gesundheit – die Krankenkassen werden es danken. und die zukünftigen Prämienzahler sowieso!

– Gemeinsam in der Küche arbeiten – erfordert Teamarbeit, miteinander reden, sinnvolle Organisation die eingehalten wird, Disziplin

– … und vieles mehr.

Danke an die Integrale Politik

Heute war ich Barbara bei der Regionalgruppe Nordwestschweiz der Integralen Politik eingeladen. Das Thema des Abends war „Nationalratswahlen“, es wurde über Smartvote, Wahlstrategien und Listenverbindungen debattiert. Im zweiten Teil des Abends durfte ich mach-politik.ch vorstellen und erhielt darauf ein sehr positives Feedback von den Beteiligten. Es wurde von einem „frischen Wind“ und „Unbeschwertheit“ gesprochen
„smile“-Emoticon

Die Integrale Politik macht Politik „aus der Intelligenz des Herzens“, wie ihr eigener Slogan sagt, und engagiert sich für so wichtige Anliegen wie Gemeinwohlökonomie, die Vollgeldinitiative, das bedingungslose Grundeinkommen, Stadtplanungsprojekte wie „gernhattan“ und vieles mehr!

Es steht eine mögliche Zusammenarbeit zur Diskussion, und wir werden bestimmt in Kontakt bleiben. Herzlichen Dank für den sehr netten Empfang bei der Integralen Politik!

http://www.integrale-politik.ch/regionen/#nordwestschweiz

die lebensnotwendige Schönheit der Architektur

eine Position von Nationalratskandidatin Barbara Seiler

Das Mit­tel­al­ter war eine har­te, schwie­rige Zeit: Kälte, Hun­ger, Ar­mut, Fol­ter, Seu­chen, Raubüberfällen, Leib­ei­gen­schaft…​​ ich bin froh, in der kom­for­ta­blen Mo­derne zu le­ben, mit Men­schen­rech­ten, Bil­dung, Des­in­fek­ti­ons­mit​​­teln, Kühlschränken und flies­send heis­sem Was­ser!

Allerdings,​ es gibt mindestens eine Sache, die unsere Vorfahren im Mittelalter deutlich besser hinkriegten als wir heutigen: die lebensnotwendige Schönheit der Architektur.

Wenn Häuser das Herz berühren…
Irgendwie schafften es die Leute im Mittelalter, mit all den Problemen, die sie hatten, Häuser zu bauen, deren Schönheit uns heute noch das Herz zu Tränen rührt. Und nein, das betrifft nicht nur die Paläste: ganz normale Wohnhäuser von ganz normalen Leuten haben das gewisse Etwas, das Walt Disney dazu inspiriert, diese Art Häuser in seinen Filmen darzustellen, das Touristen dazu bringt, fleissig zu fotografieren, und Einheimische, sich die schönsten Gebäude ihrer Heimatstadt tätowieren zu lassen, und ja, auch als Wohnungen und Arbeitsplätze sind sie begehrt und werden heiss und innig geliebt.

… oder auch nicht

Leider trifft dies auf die meiste moderne Architektur nicht zu. Egal ob es sich um Billig-Plattenbauten handelt oder um prestigeträchtige Objekte weltbekannter Architekten: das Allermeiste ist kalt, steril, unangenehm, vermittelt keine Gemütlichkeit und keine Geborgenheit.

Ist das wirklich das Beste, was unsere moderne, aufgeklärte, reiche Gesellschaft zustande bringt? Können wir das nicht besser?

Schönheit ist nicht Geschmackssache
Die architektonische Schönheit, die unser Herz berührt, ist eine objektive Qualität – nicht beliebig und frei wählbar. Wenn Schönheit beliebig wäre, müssten viel mehr Tiefgaragen mit niedrigen Decken, trüben Neonlampen und Ölflecken auf dem Boden als Ikonen architektonischer Schönheit verehrt werden! – bloss, irgendwie passiert das einfach nie.

die Schönheit, die ich meine, ist tief in der Biologie des Menschen verankert – das Empfinden von Schönheit zeigt uns Orte an, wo es möglich ist, ganz sich selbst zu sein. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“ ruft es sich so viel leichter in mittelalterlichen Gassen statt in einem modernen Bürogebäude.

Mittela​​lterliche Gebäude haben Qualitäten, die wir auch in der Natur finden: Es gibt in der Regel lokal immer gleiche Typen von Gebäuden – von denen jedes aber ein bisschen anders ist, jedes an seinen Ort angepasst ist, so wie ein Wald viele Bäume derselben Sorte hat, aber kein Baum ist genau gleich wieder andere.

Oft strukturieren alte Häuser winzige Räume optimal, jede Ecke ist nutzbar und nützlich, es gibt keine toten Flächen – SO geht verdichtetes Bauen!

Es entstehen Wohnungen, die durchaus einfach sein können, klein, vielelicht sogar sehr klein – aber sie sind menschlich, und sie tun alles, was ein Haus tun muss, nämlich den Körper des Menschen schützen und seinen Geist friedlich machen.

Moderne Gebäude – objektive Hässlichkeit
Die modernen Gebäude sind leider im Schnitt so hässlich, dass man schon froh sein muss, gelegentlich eins zu treffen, das nicht ganz so schlimm ist wie die andern. Auch hier ist die Hässlichkeit keine Geschmackssache: moderne Gebäude haben in aller Regel Hunderte, Tausende von Details, die bei den Bewohnern und Benutzerinnen Stress hervorrufen.

Stress ist hier im grundlegenden körperlichen Sinn gemeint: viele moderne Gebäude wecken ständige Kampf/Flucht-Reaktion​​en bei den Benutzern und Benutzerinnen, und mit der Zeit zehrt das an der Gesundheit. Das können Lichter sein, die blenden; zu trockene Luft durch Klimaanlagen; automatische Haustechniksysteme, sodass zB Sonnenstoren nicht individuell eingestellt werden können; lange dunkle Gänge; Konferenzräume mit schlechten akustischen Eigenschaften; übergrosse Fenster, die das ganze Privatleben ausstellen; fehlende Sitzgelegenheiten, Bänke, Mäuerchen; schneidende Winde rund um Hochhäuser; Fenster, die sich nicht öffnen lassen…

Massnahmen​​ zur Verbesserung
Hier sind einige Ideen, in welche Richtung Massnahmen gehen könnten, damit wir endlich wieder mal auf breiter Basis Wohnungen und Häuser haben, die diesen Namen auch verdienen:

Bauen für die Ewigkeit

Ressourcen sind selten und kostbar – entsprechend verantwortungsvoll wollen wir mit ihnen umgehen! Eine der wirksamsten Massnahmen für Nachhaltigkeit ist bestimmt, alles, was man baut, solide und langlebig zu bauen, sodass wir als Gesellschaft unseren Nachkommen ein positives, nützliches Erbe hinterlassen können und nicht bloss riesige Haufen von Schrott und Sondermüll. Also: Pflästert eure Strassen, fragt nach langlebigen, leicht reparierbaren Materialien, baut nicht nur für euch, sondern auch für die Urururenkel, die einst unsere Bauten benutzen werden!

Nutzerbedürf​​nisse konsequent berücksichtigen

Wenn heute über Architektur geschrieben und gesprochen wird, fallen viele Stichworte wie „interessant, originell, skulptural“ Etwas weniger oft – viel zu wenig – wird die Frage erörtert, wie es sich denn in diesen skulpturalen Interessantheiten lebt und arbeitet? Und wie es den Leuten geht, die sich bei und neben dem Gebäude bewegen? Wenn Architektur konsequent im Dienst der Menschen wäre, die ein Gebäude, ein Dorf, eine Stadt bewohnen, die Welt sähe heute deutlich anders aus, als sie aussieht. Gebäude müssen keineswegs originell oder aussergewöhnlich sein – es reicht meist schon, wenn sie ganz normal angenehm und liebenswürdig sind.

Stärkere demokratische Kontrolle bei der Raumgestaltung

Inzwisc​​hen hatten wir alle mehr als genug Gelegenheit, zu sehen, was herauskommt, wenn private Investoren bauen: Seelenlose, kalte Glas-Beton-Stahl-Mons​​ter, tote Quartiere, Gewalt und Kriminalität. Da der Boden und somit auch der verfügbare Wohn- und Arbeitsraum in der Schweiz eine sehr knappe Ressource ist, gehört diese Ressource im Sinne des Gemeinwohls durch demokratisch legitimierte Stellen verwaltet, und nicht durch Private, die in erster Linie für persönlichen Profit arbeiten. Da gilt sowohl bei Regeln fürs Neubauen, fürs Umbauen, aber auch für Vermietungen.

Es geht auch einfach

Gutes Leben muss nicht teuer sein. Wenn intelligent verdichtet gebaut wird – Vorbilder haben wir ja genug in unsern Altstädten – ist auch auf wenig Platz eine Menge Lebensqualität möglich. Ebenso braucht nicht jede Küche alle elektrischen Gadgets, um wohnlich zu sein – es ist sehr wohl möglich, das Geschirr per Hand zu spülen. Nicht jede neue Wohnung braucht den maximalen Ausbaustandard!

Neue​​ Lebensformen
Noch nie haben so viele Leute allein gewohnt wie wir heute. Das ist nicht unbedingt sinnvoll, denn jede einzelne Wohnung mit dem üblichen Zubehör zu bauen, kostet Platz und Geld. neue gemeinschaftliche Wohnformen, die sich an die alten Grossfamilien-mit-Anh​​ang anlehnen, dürften nicht nur mehr Lebensqualität bieten, sondern gleichzeitig weniger Platz und Geld benötigen.

Alte und junge Leute, grosse und kleine Wohnungen

Viele alte Leute bleiben im Haus oder der Wohnung, wo ihre Kinder aufgewachsen sind. Irgendwann ist diese Wohnung eigentlich zu gross, aber dennoch bleiben sie drin – ist ja verständlich, in der gewohnten Umgebung, mit den gewohnten Möbeln, im gewohnten sozialen Umfeld. Andererseits gibt es viele junge Leute, die eine Wohnung suchen, aber kaum eine finden. Es könnte nützliche Zusammenarbeiten geben: alte Leute lassen junge Leute für eine günstige Miete und Hilfe im Haushalt bei sich wohnen – und gewinnen dazu noch etwas nette Gesellschaft. Ein Gewinn für alle!